Grußwort von Staatssekretärin Bärbl Mielich, MdL

Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses, der Fokus dieser Tagung liegt auf der Bewahrung von Funktionalität und Lebensqualität im Alter. Damit setzt sie Meilensteine für einen Paradigmenwechsel in der medizinischen Versorgung und für die wachsende Bedeutung der Gerontologie und der Geriatrie in diesem Prozess. In einer Gesellschaft des längeren Lebens muss das medizinische Versorgungssystem auf ein Leben mit mehrfachen und chronischen Krankheiten ausgerichtet werden. Eine der typischen Herausforderungen in diesem Feld ist die Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus.
Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg sieht hier ein wichtiges Aufgabengebiet. Die Enquetekommission des Landtages „Pflege in Baden-Württemberg zukunftsorientiert und generationengerecht gestalten“ hat in der letzten Legislaturperiode in umfangreichen Anhörungen Wissen generiert und zahlreiche Handlungsempfehlungen erarbeitet, zur Stärkung der geriatrischen Rehabilitation ebenso wie der Geriatrie in der Akutversorgung. Die Landesregierung will auch auf der Grundlage dieser Empfehlungen eine qualitativ hochwertige, bedarfsgerechte und finanziell nachhaltige Versorgung sicherstellen.
Bereits jetzt engagieren wir uns beispielsweise in Modellprojekten der sektorenübergreifenden Versorgung wie auch der Analyse geriatrischer Versorgungsstrukturen. Mit dem Geriatriekonzept 2014 des Landes haben wir gemeinsam mit allen Akteuren der Selbstverwaltung die geriatrische Versorgung in Baden- Württemberg und auch Herausforderungen an deren weitere Entwicklung beschrieben. Auch die für die Geriatrie besondere interdisziplinäre Kooperation der therapeutischen, pflegerischen und ärztlichen Berufsgruppen in der medizinischen Versorgung werden wir stärken.
Die Unterschiede zwischen den Bundesländern in der Gestaltung der geriatrischen Versorgung stellen alle an der Versorgung Beteiligten und auch uns als Ministerium vor große Herausforderungen. Daher bin ich auf die Ergebnisse des Kongresses von DGG und DGGG sehr gespannt. Die hier erörterten Fragen, wie eine den Ansprüchen alter Menschen gerecht werdende soziale, pflegerische und medizinische Versorgungsstruktur gestaltet werden muss, können wichtige Grundlagen der weiteren planerischen Arbeit des Ministeriums und auch aller Akteure der Versorgung liefern.
Ich wünsche daher dem Kongress einen guten Verlauf und ebenso spannende wie konstruktive Gespräche auf den Podien, bei den Vorträgen und am Rande.

Bärbl Mielich MdL
Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration