Samstag, 08.09.2018
11:15 - 12:45
Hörsaal D
S704
Vorbereitung der häuslichen Versorgung von Menschen mit Demenz im Rahmen der Krankenhausbehandlung

Moderation: B. Romero, Berlin; I. Hendlmeier, Mannheim

Die Einbindung von Bezugspersonen in die stationäre Behandlung von Menschen mit Demenz kann über den nachhaltigen Erfolg der Behandlung entscheiden. Sie umfasst sowohl die Erhebung von fremdanamnestischen Informationen als auch die Vermittlung von Erfahrungen des behandelnden Teams an die Bezugspersonen. An der Schnittstelle zwischen dem Krankenhaus und dem häuslichen Umfeld soll das Entlassmanagement einen Beitrag dazu leisten, dass bei dem Übergang in ein ambulantes Versorgungssetting keine Versorgungsbrüche auftreten. Studienergebnisse zeigen, dass es den Krankenhausmitarbeitern oft schwer fällt, die Angehörigen und andere Bezugspersonen von Patienten mit Demenz in die Behandlungsplanung miteinzubeziehen, zu beraten, anzuleiten und bei der Versorgungsplanung zu unterstützen.

Im Rahmen des Symposiums werden aktuelle Ergebnisse der Untersuchungen zu Angehörigeneinbindung und zum Entlassmanagement präsentiert und Verbesserungsmöglichkeiten in dem Bereich diskutiert. Frau Hendlmeier wird die Ergebnisse einer repräsentativen Studie in Allgemeinkrankenhäusern (General Hospital Study, Akronim GHoSt) referieren, die sich auf die Einbindung der Angehörigen von Patienten mit Demenz in die stationäre Behandlung beziehen. Im Fokus des Beitrags von Frau Dr. Romero und Mitautoren steht die Frage, wie die Kommunikation zwischen den Bezugspersonen der Kranken und den Krankenhausmitarbeitern gelingt, die an der Pflege und Behandlung von Patienten mit Demenz beteiligt sind. Die hierzu im Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge (KEH) in Berlin durchgeführten Interviews mit den Mitarbeitern und den Angehörigen der Patienten werden in Hinblick auf den Verbesserungsbedarf und das Verbesserungspotential der Kommunikation diskutiert. Das Entlassmanagement im Krankenhaus benötigt spezielle Konzepte, um den Bedürfnissen von Patienten mit Demenz gerecht zu werden und Versorgungslücken im Alltag nach der Entlassung zu vermeiden. Die Ergebnisse von Untersuchungen, von denen Herr  Warter berichten wird, zeigen, dass adäquate Konzepte hierzu noch zu selten umgesetzt werden. Ein Beispiel der guten Praxis wurde im Rahmen des Projektes „Begleitete Entlassung (BegE)“ an der Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus in Tübingen entwickelt und wird derzeit umgesetzt. Frau Stolz wird die Erfahrungen mit der gezielten Unterstützung der pflegenden Angehörigen von geriatrischen Patienten während des Übergangs von der Klinik ins häusliche Umfeld darstellen.

11:15
Unterstützung für Allgemeinkrankenhauspatienten mit Demenz durch die Angehörigen: Repräsentative Ergebnisse aus der General Hospital Study (GHoSt)
S704-1 

I. Hendlmeier, H. Bickel, M. Schäufele; Mannheim, München

11:35
Einbindung der Bezugspersonen in die stationäre Behandlung von Menschen mit Demenz
S704-2 

B. Romero, S. Kapinsky, B. Nauendorf, E. Schlauß, C. Warter; Berlin, Eichwalde, Erlangen

11:55
Entlassmanagement im Krankenhaus bei Menschen mit Demenz
S704-3 

C. Warter, K. Grigorjew; Erlangen, Augsburg

12:15
Begleitete Entlassung (BegE) aus dem Krankenhaus - Absicherung des Übergangs durch gezielte Beratung von Angehörigen
S704-4 

R. Stolz, K. Stopper, E. Schmedding, A. Riedel; Tübingen, Esslingen

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