Freitag, 07.09.2018
15:45 - 17:00
Zelt
Poster: Gerontologie 4 (P129-P138)

Moderation: J. Heusinger, Magdeburg

15:45
Berufliche und gesellschaftliche Integration von Migranten durch intergenerationelles Mentoring (BEGIN)
P129 

J. Bennett, B. Schwarz, C. Neuenschwander, D. Romano, B. Berweger, P. Indergand; Bern/CH, Zürich/CH, Chur/CH

Wie kann der Berufseinstieg von Migranten mit heterogenem Bildungshintergrund durch ein intergenerationelles Mentoringprogramm gefördert werden? Basierend auf einer Auswertung bestehender Schweizer Mentoringprogramme zur beruflichen Integration sowie leitfadengestützter Interviews mit angehenden Pflegehelfenden mit Migrationshintergrund sowie mit Leitungspersonen von Pflegedienstleistern wird ein Mentoringprogramm (BEGIN) entwickelt, in welchem ältere Freiwillige als Mentoren zum Einsatz kommen und mit angehenden Pflegehelfern (Mentees) zusammenarbeiten. Der Fokus des Mentorings liegt dabei auf der Stärkung kultureller, sprachlicher und sozialer Kompetenzen. Zur Unterstützung von Mentoren und Mentees werden multimediale Arbeitsmaterialien zu inhaltsanalytisch ermittelten Lernfeldern entwickelt. Als Praxispartner ist das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) mit seinem Lehrgang Pflegehelfer eingebunden. Das SRK plant, das Mentoring nach Projektende unter Berücksichtigung der Evaluationsergebnisse in seine ständige Angebotspalette aufzunehmen. Präsentiert werden die Ergebnisse zur Good Practice von Mentoringprogrammen zur beruflichen Integration, die zu bearbeitenden soziokulturellen Lernfelder sowie Beispiele der verwendeten Arbeitsmaterialien. Die Ergebnisse der Evaluation des ersten Programmdurchlaufs liegen im März 2019 vor. Das Projekt verknüpft drei sozialpolitische Handlungsfelder: 1. Die Sicherstellung von Altenpflege und -betreuung, 2. die Stärkung der Generationensolidarität inkl. Fragen der Sinnstiftung und Weiterentwicklung im späteren Erwachsenenalter, und 3. die Migration und zunehmende Multikulturalität unserer Gesellschaft und die Frage der strukturellen Integration von Migranten. BEGIN will durch persönliche intergenerationelle und interkulturelle Kontakte nicht nur die Voraussetzungen von Migranten für die berufliche Integration verbessern, sondern auch einen Beitrag zur Verständigung zwischen den Kulturen und Generationen leisten. Den älteren Freiwilligen kommt im Projekt eine Schlüsselposition zu. Ihr Humankapital wird zur Sensibilisierung von Migranten für die Schweizer Kultur eingesetzt. Sie kommen zudem an der Schnittstelle der Themen Fachkräftemangel und kulturelle Diversität als vollwertige Partner der professionellen Institutionen zum Einsatz und verbinden in ihrer Funktion als Mentoren das SRK, die angehenden Pflegehelfer, die Leistungserbringer der Pflege und die Pflegebedürftigen.

15:45
Prävention im Alter: Die Zuordnung von Risiken und Ressourcen im Alter aus kommunaler Bürgersicht
P131 

C. Leopold, S. Pohlmann; München

Prävention im Alter erfolgt auf unterschiedlichen Ebenen: in jüngeren Jahren, im Alter selbst, ganz individuell oder durch die Nutzung öffentlicher Angebote. Für die kommunale Planung sind die Bedarfe der eigenen Bürger für die Entwicklung geeigneter Unterstützungsangebote extrem wichtig. Unsere Abteilung für Interdisziplinäre Gerontologie wollte mit der Untersuchung ermitteln welche Vorstellungen Bürger von ihrem Umgang mit Risiken und Ressourcen im Alter haben.

Methodik: Es wurde ein vierseitiger Fragebogen (23 Items, offene und geschlossene Antwortvorgaben) im Zuge einer Quasi-Vollerhebung an 80% der volljährigen Wohnbevölkerung eines Stadtteils (N(80%)=2.584) einer deutschen Mittelstadt (N=73.500) verschickt.

Ergebnisse: Bei einem Rücklauf von 17% wurden 429 Fragebogen über alle Altersgruppen ausgewertet (MW 51,3 Jahre). 79% der Befragten sind der Überzeugung, dass sie aktuell etwas für die Milderung späterer Risiken tun können. 34% sehen nicht, dass sie dabei von der Kommune unterstützt werden können. Je besser die aktuelle Lebenssituation, desto wahrscheinlicher war eine positive Präventions­über­zeugung.

Die Zuordnung eingesetzter Ressourcen bei entsprechenden Risiken ergab diese Konstellationen: Bei „Geistig nicht fit“, „Kann mich nicht außerhalb der Wohnung bewegen“ wird überwiegend auf den Einbezug von Freunden, Familie, Bekannten zurückgegriffen. „Gesundheitliche und finanzielle Probleme“ aktivieren meist die Hinzunahme eines Beraters, da hier die eigenen Ressourcen nicht ausreichen. „Fühle mich nicht mehr gebraucht“ wird häufig mit „Tue ich nichts“ beantwortet, bzw. bei Vereinsamung wird die Problemlösung zunächst bei sich selbst gesehen. An die Kommune wird primär der Wunsch nach Erhalt der Selbständigkeit adressiert. Die Information über die dafür vorgehaltenen Präventionsangebote soll vorrangig über eine Beratungsstelle erfolgen.

Zusammenfassung: Die Mehrheit der Befragten ist der Überzeugung frühzeitig ihren Altersrisiken entgegenwirken zu können. Unterschiedliche gesundheitliche und soziale Risiken können nach eigener Einschätzung mit privaten Mitteln bewältigt werden. Das Unterstützen der Kommune wird zu förderst bei elementaren Bedrohungen gefordert.

15:45
Die Lebenszufriedenheit und ihre Sub-Dimensionen - Veränderungen der Wichtigkeit im Zeitverlauf der informellen Pflegetätigkeit
P132 

R. Gerlich; Zürich/CH

Die Bewertung der allgemeinen Lebenszufriedenheit ergibt sich aus gesammelten Bewertungen unterschiedlicher Bereiche des Lebens. Dabei schreiben Menschen je nach Lebenslage den Sub-Dimensionen der Lebenszufriedenheit je eine unterschiedliche Wichtigkeit zu. Doch wie verändert sich diese Gewichtung, wenn einschneidende Lebensereignisse eintreten, die das Potential haben, Bedeutungen zu relativieren? Wie verändern sich die Bedeutungen der Sub-Dimensionen der Lebenszufriedenheit über den zeitlichen Verlauf einer informellen Pflegetätigkeit?

Die Analysen basieren auf den Daten des SOEP, welches seit 1997 jährliche Informationen über die häusliche Pflegetätigkeit bereithält. Die Verwendung von Paneldaten erlaubt es, intraindividuelle Veränderungen über die Kontrolle der zeitkonstanten unbeobachteten Heterogenität abzubilden. Das longitudinale Studiendesign erlaubt zusätzlich, eine Re-Gewichtung der Sub-Dimensionen über die Zeit zu identifizieren.

Es zeigt sich, dass Personen, die ihre Angehörigen innerhalb desselben Haushalts pflegen, den Sub-Dimensionen der Lebenszufriedenheit im Zeitverlauf veränderte Bedeutungen zukommen lassen. So nimmt die Bedeutung des Familienlebens und der eigenen Gesundheit über die Zeit der Pflegetätigkeit zu, während sich die Bedeutung des Haushaltseinkommens reduziert.

15:45
Renteneintritt bei Pendlern - Wie sich eine hohe Pendeldistanz auf das Verschieben des Renteneintrittsalters auswirkt
P133 

R. Gerlich; Zürich/CH

Davon ausgehend, dass eine hohe Pendeldistanz zwischen Wohn- und Arbeitsort eine Belastung darstellt und sich auf verschiedene Lebensbereiche niederschlägt, ist davon auszugehen, dass ältere Arbeitnehmer einen früheren Renteneintritt vorziehen, wenn sie täglich weite Strecken zurücklegen müssen.

Eine Survivalanalysis auf Basis des SOEP zeigt aber, dass dem nicht so ist: Ältere Pendler (40+), die täglich mindestens 6 Stunden arbeiten und eine Pendelstrecke von mindestens 40 km pro Weg zurücklegen, verlassen den Arbeitsmarkt sogar signifikant später als Nicht-Pendler. Ein geschlechtsspezifischer Unterschied ist dabei nicht festzustellen.

Weitere Analysen werden zeigen, inwiefern sich dieses kontraintuitive Ergebnis gegebenenfalls durch weitere Variablen - wie Einkommen, Gesundheit(sverhalten) und/oder soziale Unterstützung - erklären lassen könnte.

15:45
Eine Analyse des Bildungsbedarfs älterer Menschen im bayrischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.
P134 

A. Kenkmann, D. Sing, C. Ellßel, B. Götz, A. Käter, D. Dancs, S. Lettmair, J. Kröger, V. Voitl; Benediktbeuern, München, Bad Tölz

Hintergrund: Die Teilnahme älterer Menschen an Bildungsmaßnahmen hat einen positiven Effekt. Sie fördert ein aktives Altern und ist als Inklusionsmaßnahme Bestandteil der Seniorensozialplanung. Im ländlichen Raum ist es oft schwierig, ein breitgefächertes Angebot flächendeckendeckend anzubieten, so dass eine dem Bedarf angepasste Bildungsversorgung für ältere Menschen und deren Lebensqualität wesentlich ist.

Ziel der Arbeit: Eine Untersuchung der realen und von Seniorenbeauftragten und Einrichtungen beschriebenen Bildungsinteressen und -bedarfe von Senioren (60+) im ländlichen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in Bayern

Methodik: Daten wurden mittels dreier Fragebögen, die in Zusammenarbeit mit Studierenden der Katholischen Stiftungshochschule München, Campus Benediktbeuern und dem Kreisbildungswerk Bad Tölz entwickelt und ausgewertet wurden, erhoben. Senioren (n=99), Seniorenbeauftragte (n=16), und Verantwortliche von Einrichtungen, die in der Seniorenbildungsarbeit tätig sind (10) beteiligten sich an der anonymen Erhebung.  

Ergebnisse: Interesse an Bildungsveranstaltungen im Bereich Biografiearbeit und Generationsdialog nimmt im Alter  zu (p<0,05), während die Themen Pflege & Wohnen (p<0,005), Recht und Finanzen (p<=0,05) auf zunehmend weniger Interesse im Alter stoßen. Seniorenbeauftragte und Verantwortliche von Einrichtungen schätzten das Interesse an Veranstaltungen im Bereich Musik, Kunst, Sinnorientierung, und Angebote zur Gestaltung der Übergänge in den nachberuflichen Bereich unterschiedlich ein als Senioren selbst. Auch der Umgang der Senioren mit neuen Medien wurde von diesen Gruppen unterschiedlich eingeschätzt.

Schlussfolgerungen: Eine Befragung der Senioren selbst ist erforderlich, um passende Bildungsangebote zu entwickeln. Auch müssen bei der Angebotsentwicklung für Senioren alterspezifische Präferenzen in Betracht gezogen werden. Mehr Forschung ist erforderlich zum Verständnis des mit dem Alter abnehmenden Interesses an Themen wie Pflege und Wohnen.

15:45
Weak Ties get you in the Job, Strong Ties keep you
P135 

L. Naegele, C. Plath; Vechta

Vor dem Hintergrund demografischer Schrumpfungs- und Alterungsprozesse sowie einer gestiegenen Lebenserwartung sind ältere Arbeitnehmer*innen bereits seit geraumer Zeit in den Fokus von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gerückt. Insbesondere eine Personengruppe übertrumpft dabei in Deutschland gerade alle Wachstumsraten älterer Beschäftigter: die erwerbstätigen Rentner*innen; d.h. Personen (65+), die auch über das offizielle Renteneintrittsalter hinaus erwerbstätig bleiben. Während viele Studien als Ursachen für diese Entwicklungen primär immaterielle Gründe und/oder zunehmende Prekarisierungsprozesse untersuchen, gibt es auch Hinweise für den Einfluss sozialer Netzwerke auf Ruhestandsentscheidungen: So zeigen Studien beispielsweise, dass der Ruhestand mit dem dem/r Partner*in synchronisiert wird oder dass starke familiäre Netzwerke im Sinne eines „pull factors“ einen frühen Arbeitsmarktaustritt begünstigen. Noch relativ wenig ist jedoch bekannt darüber inwieweit sich berufliche bzw. professionelle Netzwerke auf Ruhestandsentscheidungen auswirken.

Auf der Grundlage des Sozialkapitaldiskurses sowie des interaktionistischen Rahmens PERSOC wird in diesem Beitrag argumentiert, dass, die Unterschiede in der "Qualität" der zwischenmenschlichen Beziehungen die Entscheidung, nach der Pensionierung weiter zu arbeiten, (mit-)prägen. Verwurzelt in Granovetter‘s Unterscheidung zwischen "starken" und "schwachen" Bindungen erwarten wir, dass, wenn "starke Bindungen" nicht nur zu Mitgliedern des persönlichen Netzwerks (Familienmitglieder, Ehepartner o.ä.) bestehen, sondern auch zu beruflichen Kontakten, die Bereitschaft zu einer Weiterarbeit im Rentenalter steigt. Bei "schwachen Bindungen" ist dagegen nicht der gleiche Effekt zu erwarten. In einem ersten Schritt verwenden wir Daten aus der deutschen Transitions- und Alterspotenzialstudie (TOP), um die Hypothesen zu überprüfen. Da die TOP-Daten nur eine begrenzte Abbildung des eigenen beruflichen Netzwerkes erlauben, ist ein zweiter - qualitativer - Forschungsschritt notwendig. Basierend auf der Social Network Analysis (SNA) soll der Einfluss verschiedener "Stärken" von Netzwerkverbindungen auf die Beschäftigungsentscheidung nach dem Renteneintritt mit Hilfe von egozentrischen Netzwerkkarten überprüft werden.

15:45
Modelle für den zukünftigen Arbeitsmarkt 45+
P136 

M. Meier, J. Bennett, P. Neuenschwander, C. Neuenschwander; Bern/CH

Fragestellung: Wie sollen Arbeitgebende mit dem Phänomen der „Shrinking Workforce“ umgehen? Wie können sie ältere Mitarbeitende möglichst lange und sinnvoll im Arbeitsprozess halten? Was benötigen Arbeitnehmende, damit sie bis zum ordentlichen Rentenalter oder sogar darüber hinaus im Arbeitsprozess verbleiben können und dies auch wollen?

Methodik: Das Forschungsprojekt MOZART (Modelle für den zukünftigen Arbeitsmarkt 45+) soll nach den Prinzipien der Evidence Based Practice Lösungsansätze finden und tragfähiges Wissen zur Gestaltung von Arbeitsstrukturen und -bedingungen schaffen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit einem Netzwerk von Vertretern aus Grossunternehmen, KMU und Verwaltung, welches zentrale Probleme und Wissenslücken identifiziert, welche dem interdisziplinären Forschungsteam als Grundlage für die Implementierung und Evaluierung von Interventionen dienen.

Das Projekt MOZART ist Teil des grössten Innovationsnetzwerks Alter der Schweiz (AGE-NT), in welchem vier Fachhochschulen und vier Universitäten nach sozial verträglichen und nachhaltigen Lösungen für die Lebensqualität der Menschen im dritten und vierten Lebensalter forschen.

Ergebnisse: Die Forschungsliteratur zeigt, dass wirksame und evidenzbasierte Interventionen zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit fast ausschliesslich auf die Gesundheit am Arbeitsplatz abzielen, wogegen andere Aspekte (Motivation, Laufbahnplanung, Kompetenzerhalt, etc.) vergleichsweise wenig erforscht sind. Zwar zeigt der Austausch mit dem Netzwerk und weiteren Praxispartnern, dass viele Arbeitgebende bereits Massnahmen implementiert haben. Diese wurden aber oft weder standardisiert, publiziert noch wissenschaftlich evaluiert.

Die Ergebnisse zu den begonnenen Implementierungs- und Evaluationsprojekte werden grösstenteils im zweiten Halbjahr 2019 vorliegen. Dementsprechend fokussiert der Vortrag das Untersuchungsdesign und die Einbettung des Projekts in den grösseren Verbund AGE-NT.

Zusammenfassung: Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Projekt MOZART eine gesellschaftlich relevante Wissenslücke schliesst. Die enge Zusammenarbeit mit der Praxis sichert dabei die Wirkung der entstehenden Interventionen und Evaluationen.

15:45
Analyse des Bedarfs an Angeboten der Gesundheitsförderung und Prävention aus Nutzer*innensicht im ländlichen Raum
P137 

S. Lechtenfeld, A. Kuhlmann, B. Bertermann, A. Ehlers; Dortmund

Gendergerechte und altersdifferenzierte Gesundheitsangebote werden vor dem Hintergrund eines vielfältigen Alter(n)sprozesses wichtiger. Besonders in ländlichen Räumen zeigt sich bei einem rückläufigen oder fehlenden Angebot die Bedeutung des (Wieder-)Aufbaus einer wohnortnahen Gesundheitsversorgung. Die Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung im ländlichen Raum ist Ziel des Projektes „Gesundheitszentrum Spork: Aufbau und Verstetigung eines wirtschaftlich tragfähigen, interdisziplinären und zivilgesellschaftlichen Wertschöpfungsnetzwerkes im Quartier“ (gefördert durch: LeitmarktAgentur.NRW, Landesregierung Nordrhein-Westfalen und EFRE-NRW; Laufzeit 03/2017-03/2020). Angesprochen werden alle Bürger*innen, jedoch insbesondere Menschen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko. Vor allem chronisch erkrankte und ältere Menschen profitieren von einer vernetzten wohnortnahen Versorgung.

Eine Bedarfsanalyse aus Sicht potenzieller (älterer) Nutzer*innen des Gesundheitszentrums stellt eine wichtige Grundlage für die Entwicklung eines nutzerorientierten und bedarfsgerechten Angebots dar. Hierfür wurden qualitative und quantitative Verfahren eingesetzt. Unter Einbezug der Ergebnisse der Quartiersbegehungen und Interviews mit Vertreter*innen der Pilotstadtteile wurde ein standardisiertes schriftliches Erhebungsinstrument entwickelt. Mit diesem wurden die Bürger*innen ab 45 Jahren in den Pilotstadtteilen (Zufallsstichprobe n = 3000) befragt. Ziel der Untersuchung war es, den Bedarf an medizinischen und gesundheitsfördernden / präventiven Angeboten sowie die Bereitschaft zur Inanspruchnahme geplanter Angebote zu erfassen. Die Stichprobe zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Menschen mit einer lang andauernden Krankheit bzw. einem lang andauerndem gesundheitlichen Problem aus, die sich dadurch in ihrem Alltag eingeschränkt fühlen. Ein Drittel der Befragten unterstützt innerhalb oder außerhalb des eigenen Haushalts eine hilfs- oder pflegebedürftige Person. Neben der Bedeutung der hausärztlichen Versorgung geben die Erhebungsdaten Hinweise darauf, dass einzelne Bereiche der Gesundheitskompetenz unzureichend ausgeprägt sind. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für die Konkretisierung der Angebote im Gesundheitszentrum und werden im Rahmen des Beitrages vorgestellt und diskutiert.

 

Posterhinweis

Bitte erstellen Sie das Poster in folgendem Format:
120 cm × 90 cm (~ DIN A 0, Hochformat)

Für jedes Poster wird es vor Ort eine eigene Posterwand und an der Registrierung ausreichend Befestigungsmaterial geben. Eigenes Befestigungsmaterial ist nicht gestattet.

Geführte Postersession:
Freitag, 07.09.2018 15:45 - 17:00 Uhr

Wir bitten alle Posterautoren sich an ihrem Poster für Fragen bereit zu halten. Die Poster werden während des gesamten Kongresszeitraums ausgestellt sein.

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