Donnerstag, 06.09.2018
13:45 - 15:15
Seminarraum 25
S112
Frailty als Geriatrisches Syndrom – zu komplex um zu überleben?

Moderation: M. Denkinger, Ulm; J. M. Bauer, Heidelberg

Der Begriff Frailty hat in der geriatrischen Literatur seit den 90er Jahren eine große und zuletzt exponentielle Steigerung der Aufmerksamkeit erfahren. Inzwischen sind in nahezu jeder operativen und konservativen medizinischen Zeitschrift Artikel zur Risikoabschätzung durch Frailty-Assessments erschienen und es vergehen keine operativen oder konservativen Kongresse ohne das Schlagwort Frailty.

Ein großes Problem ist die bis dato nicht erfolgte Operationalisierung des Begriffs. Mehrere Versuche eine Konsensusdefinition sind bislang gescheitert. Aktuelle Projekte wie SPRINTT, eine Kooperatoin zwischen Industrie und Wissenschaft, nehmen einen erneuten Anlauf.

Durch die Popularität des Konzeptes in den Fachgebieten außerhalb der Geriatrie ist inzwischen eine so große Heterogenität der Definition zu verzeichnen, dass ein Vergleich des Konzepts nicht mehr möglich scheint. Damit ist eine wissenschaftliche Fortentwicklung unmöglich geworden. Um auch in Zukunft innerhalb unseres Faches und nach außen für alle Fachgebiete, Frailty von anderen geriatrischen Syndromen abgrenzen zu können, wird in diesem Symposium versucht Licht ins Dunkel zu bringen.

13:45
Sarkopenie - das bessere Frailty-Syndrom?
S112-1 

C. Bollheimer; Aachen

14:05
Therapie der Frailty oder des geriatrischen Patienten - gibt es einen Unterschied?
S112-2 

D. Dallmeier, M. Denkinger; Ulm

14:25
Frailty, Funktion, Morbidität - was benötigen wir zur Therapiesteuerung?
S112-3 

M. Denkinger, D. Dallmeier; Ulm

14:45
Chancen und Risiken der Weiterentwicklung des Frailty-Assessments in der Geriatrie und in anderen medizinischen Disziplinen
S112-4 

J. M. Bauer; Heidelberg

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