Symposium Geriatrie
Freitag, 09.09.2016
10:45 - 12:15
König-Karl-Halle
S321
Die Angst vor dem möglichen Fehler – Wie würden Sie entscheiden? Klinisches Symposium mit Fallbeispielen zum Absetzen von Medikamenten und Gedanken zum Fehlerdenken

Moderation: O. Krause, Hannover; K. Hager, Hannover

Viele ältere, multimorbide Patienten nehmen Medikamente zur Behandlung chronisch kardiovaskulärer Erkrankungen. Die Nebenwirkungen dieser Medikamente wie eine z.B. eine Hypotonie, Hyponatriämie oder Blutungsgefahr bei Antikoagulanzien stellen den Arzt immer wieder vor die Entscheidung, ein Medikament abzusetzen. Dabei ist das Absetzen immer von der Angst vor einer fehlerhaften Entscheidung für den Patienten begleitet, ggf. sogar mit rechtlichen Folgen. Anhand klinischer Fallbeispiele wird diskutiert, ob ein Absetzen der Medikamente möglich ist und inwieweit es einen möglichen Fehler darstellen könnte.
Auch Antidepressiva und Antidementiva werden von vielen älteren Patienten eingenommen. Ein Absetzen bei Nebenwirkungen wirft viele Fragen auf, z.B. ob eine Demenz sich dann akut verschlechtert oder ob bei einer Depression ein schwerer Rückfall droht. Letzteres könnte sogar rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Das Für und Wider des Absetzens bei diesen Medikamentengruppen wird interkollegial diskutiert.
Im Gegensatz zum möglichen Fehler beim Absetzen eines Medikamentes treten relevante und auch vital bedrohliche Fehler am häufigsten bei dem Prozess der Diagnosestellung auf. Das Stellen einer richtigen Diagnose ist die zentrale ärztliche Aufgabe, aber die Denkprozesse und möglichen Denkfehler, die hierbei ablaufen, sind in der Regel unbewusst. Häufig wird angenommen, Diagnosefehler seien durch Erfahrung oder Fachwissen weitgehend zu vermeiden. In der psychologischen Literatur sind schon lange typische Fehler oder besser Limitationen des menschlichen Denkens in komplexen Entscheidungssituationen definiert, denen auch erfahrene Ärzte unterliegen können. Das Wissen um diese Prozesse kann einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Diagnose- und auch Behandlungsqualität leisten. Es wird versucht, den diagnostischen Prozess und einige für den klinischen Alltag relevante Denkfehler zu beschreiben.

10:45
Ärztliches Denken - ärztliche Denkfehler
S321-01 

M. Janneck; Hamburg

Im Gegensatz zum möglichen Fehler beim Absetzen eines Medikamentes treten relevante und auch vital bedrohliche Fehler am häufigsten bei dem Prozess der Diagnosestellung auf. Das Stellen einer richtigen Diagnose ist die zentrale ärztliche Aufgabe, aber die Denkprozesse und möglichen Denkfehler, die hierbei ablaufen, sind in der Regel unbewusst. Häufig wird angenommen, Diagnosefehler seien durch Erfahrung oder Fachwissen weitgehend zu vermeiden. In der psychologischen Literatur sind schon lange typische Fehler oder besser Limitationen des menschlichen Denkens in komplexen Entscheidungssituationen definiert, denen auch erfahrene Ärzte unterliegen können. Das Wissen um diese Prozesse kann einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Diagnose- und auch Behandlungsqualität leisten. Es wird versucht, den diagnostischen Prozess und einige für den klinischen Alltag relevante Denkfehler zu beschreiben.

11:10
Darf man Antidementiva und Antidepressiva absetzen? Diskussion an Fallbeispielen
S321-02 

K. Hager; Hannover

Antidepressiva und Antidementiva werden von vielen älteren Patienten eingenommen. Ein Absetzen bei Nebenwirkungen wirft viele Fragen auf, z.B. ob eine Demenz sich dann akut verschlechtert oder ob bei einer Depression ein schwerer Rückfall droht. Letzteres könnte sogar rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Das Für und Wider des Absetzens bei diesen Medikamentengruppen wird interkollegial diskutiert.

11:35
Darf man kardiovaskuläre Medikamente absetzen? Diskussion an Fallbeispielen
S321-03 

O. Krause; Hannover

Viele ältere, multimorbide Patienten nehmen Medikamente zur Behandlung chronisch kardiovaskulärer Erkrankungen. Die Nebenwirkungen dieser Medikamente wie eine z.B. eine Hypotonie, Hyponatriämie oder Blutungsgefahr bei Antikoagulanzien stellen den Arzt immer wieder vor die Entscheidung, ein Medikament abzusetzen. Dabei ist das Absetzen immer von der Angst vor einer fehlerhaften Entscheidung für den Patienten begleitet, ggf. sogar mit rechtlichen Folgen. Anhand klinischer Fallbeispiele wird diskutiert, ob ein Absetzen der Medikamente möglich ist und inwieweit es einen möglichen Fehler darstellen könnte.

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