Symposium Geriatrie
Donnerstag, 08.09.2016
08:00 - 09:30
Bertha-Benz Saal
S212
Assessment

Moderation: S. Krupp, Lübeck

S. Heidenblut erläutert die Entwicklung der Depression-im-Alter-Skala (DIA-S) und praktische Aspekte der Anwendung im stationären und ambulanten Setting aus verschiedenen Institutionen. Erstmals stellt sie die Kurzversion DIA-S4 vor und ihren möglichen Einsatz im adaptiven Assessment zur Depressionsdiagnostik. N. Netzer bricht eine Lanze für die Aufnahme des schlafmedizinischen Assessments in die Routine und stellt den Essener Fragebogen Alter und Schläfrigkeit, das Observation Based Nocturnal Sleep Inventory und einen in Anlehnung an etablierte Fragebogen zur Erfassung der Schlafapnoe in seiner Forschungsgruppe entwickeltes Instrument vor. S. Book berichtet über die Entwicklung und Validierung des in ihrer Arbeitsgruppe entwickelten Erlangen Test of Activities of daily living in Mild Dementia or Mild Cognitive Impairment (ETAM). Dieser Performance-Test ermöglicht es, Aussagen hinsichtlich der Alltagskompetenz bei beginnender dementieller Entwicklung zu treffen. S. Krupp stellt den in der Forschungsgruppe Geriatrie Lübeck entwickelten „Barthel plus“ vor. Durch Erweiterung des Hamburger Manuals zum Barthel-Index um eine Skalenstufe werden Beeinträchtigungen der Selbsthilfefähigkeit vor Eintritt von Pflegeabhängigkeit auf Itemebene erkannt – bei identischem Score. C. Renner hat aus ihrer Studie zur Korrelation der Handkraft mit u. a. dem Barthel-Index, Frailty Index nach SOF und Mobilitätstest nach Tinetti Überraschendes zu berichten. Die isolierte Erhebung des Wertes der dominanten Hand wird kritisch hinterfragt und Daten vorgestellt, die der Summe der Maximalwerte beider Hände mehr Bedeutung zukommen lassen. S. Strotzka erklärt die Vorzüge der im Gerontopsychiatrischen Zentrum der Psychosozialen Dienste Wien aus dem amerikanischen Original übersetzten Severe Mini Mental State Examination (SMMSE) bei schwer dementen Patienten. Die Korrelation mit der MMSE wurde in einer Studie untersucht, deren Ergebnisse er präsentiert. D. K. Wolter beantwortet die Frage, ob die MMSE überhaupt noch zeitgemäß ist angesicht zahlreicher Alternativen. Mit der Rowland Universal Dementia Assessment Scale (RUDAS) stellt er ein weniger sprach- und kulturabhängiges Instrument vor, erklärt aber auch, warum die Zeit des Abschieds von der MMSE nicht gekommen ist.

08:00
Theoretische und prakitsche Aspekte der Depression im Alter-Skala und Vorstellung einer Kurzversion des Instrumentes mit 4 Items (DIA-S4)
S212-01 

S. Heidenblut, S. Zank; Köln

Zielsetzung und Materialien: Der Beitrag geht auf theoretische und praktische Aspekte der neu entwickelten Depression – im –Alter.-Skala (DIA-S) ein. Dabei werden kurz die theoretischen Ausgangsüberlegungen, die bei der Entwicklung der Skala eine Rolle gespielt haben, vorgestellt.
Methoden: Die praktischen Aspekte zur Nutzung der Skala im stationären und im ambulanten Setting berücksichtigen die bisherigen Erkenntnisse von Erstanwendern des neuen Instrumentes aus verschiedenen Institutionen im deutschsprachigen Raum. Ausserdem wird eine Kurzversion der Skala mit nur vier Items vorgestellt (DIA-S4), die vor allem in geriatrischen Settings als Alternative der GDS-4 bzw. der GDS-5 zum Präscreening genutzt werden kann. Diese Kurzversion der Skala wurde aus dem primären Datensatz zur Entwicklung der DIA-S generiert und wurde bisher noch nicht veröffentlicht.
Ergebnisse: Die DIA-S4 erzielt dabei sowohl in der Reliabilität als auch in der Validität deutlich bessere Ergebnisse als die sehr kurzen Versionen der GDS.
Diskussion Im Hinblick auf die Anwendung der DIA-S4 wird auch diskutiert, inwieweit diese Kurzversion der Skala mit der längeren Form im Sinne einer adaptiven Depressionsdiagnostik im klinischen Alltag angewendet werden kann.

08:12
Schlafmedizinisches Assessment in der Geriatrie
S212-02 

N. Netzer, H. Frohnhofen, R. Popp; Bad Aibling, Essen, Regensburg

Schlafmedizinisches Assessment findet bisher in der Geriatrie nicht routinemäßig statt, weder im hausärztlich geriatrischen Assessment, noch in der Akutgeriatrie, der geriatrischen Rehabilitation oder in der Pflege. Dies liegt auch daran, weil es bisher noch keine weit verbreiten geriatrisch spezifischen Assessmentinstrumente gibt. Der Essener Fragebogen Alter und Schläfrigkeit (EFAS) und das Observation Based Nocturnal Sleep Inventory (ONSI) sind zwar validiert und publiziert, haben sich aber bisher noch nicht in der Breite etabliert. Während der EFAS eine überdurchschnittliche Müdigkeit als Risikofaktor für verschiedene Frailty Syndrome vom Patienten oder Betreuer des Patienten abfragt, ist der ONSI wie die meisten geriatrischen Assessments basiert auf der stationären klinischen Beobachtung und Beurteilung durch das Pflegepersonal. Er ist daher z.B. im hausärztlichen Assessment gar nicht erst einsetzbar. Der ONSI erfasst die Häufigkeit von Apnoen in der nächtlichen Atmung von Dies ist bei allein 30% Prävalenz therapiebedürftiger Schlafapnoe bei Personen über 65 Jahren und vergleichbaren Prävalenzen für Demenz- und Parkinson bedingte Schlafverhaltensstörungen und Störungen der circadianen Rhythmik ein großes Manko. Das schlafmedizinische Assessment sollte in der Geriatrie genauso wie das Assessment für die ADL's, den Ernährungszustand, die Mobilität und das Dekubitusrisiko zum Standardrepertoire in der Geriatrie gehören.
Notwendig ist ein einfacher Fragebogen nach dem Muster des Berliner Fragebogens oder Stop Bang Fragebogens für das hausärztliche Screening der Schlafapnoe, der für das geriatrische Klientel in einigen Punkten umgestaltet wird. Ein Vorschlag für einen solchen Fragebogen wird hier vorgestellt. Der EFAS muss weitere Verbreiterung finden.

08:24
Entwicklung, Validierung und Gütekriterien des Erlangen Test of Activities of daily living in Mild Dementia or Mild Cognitive Impairment (ETAM)
S212-03 

S. Book, K. Luttenberger, S. Reppermund, A. Schmiedeberg-Sohn, E. Gräßel; Erlangen, Sydney/AUS

Hintergrund: Bisher existieren kaum valide und ökonomische Leistungstests zur Erfassung von alltagspraktischen Fähigkeiten bei Menschen mit leichter Demenz und Mild Cognitive Impairment (MCI). Allerdings werden solche Verfahren dringend benötigt, um den individuellen Unterstützungsbedarf der Betroffenen zu ermitteln und zugleich die Wirksamkeit von Interventionen zu bewerten. Aus diesem Grund ist der Erlangen Test of Activities of daily living in Mild Dementia or Mild Cognitive Impairment (ETAM) entwickelt worden, ein auf der International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) basierender Leistungstest zur Erfassung der relevanten Lebensbereiche von älteren Menschen mit MCI oder leichter Demenz.
Methodik: In einer Pilotstudie an 30 Personen mit leichter Demenz entstand eine aus zehn Items bestehende Forschungsversion des ETAM. Diese Forschungsversion wurde anschließend an einer Stichprobe von 81 Menschen mit leichter Demenz oder MCI getestet und die Items nach sechs Kriterien analysiert. Zur Untersuchung der konvergenten Validität wurde die Bayer-Activities of daily living scale (B-ADL) eingesetzt. Die diskriminante Validität wurde mit der Mini-Mental-State Examination (MMSE) und der Geriatric Depression-Scale 15 (GDS-15) erfasst. Zusätzlich wurden Retest- und Interrater-Reliabilität überprüft.
Ergebnisse: Die Endversion des ETAM umfasst sechs Items, die die fünf Domänen der ICF abdecken (Kommunikation, Mobilität, Selbstversorgung, Haushaltsführung, zentrale Lebensbereiche) und die auf einem Faktor laden. Die Durchführung des ETAM dauert im Schnitt 35 Minuten, davon 19 Minuten für die reine Itemperformance. Die interne Konsistenz war bei a = .71. Die Test-Retest Reliabilität nach drei Wochen lag bei r = .78 und die Interrater-Reliabilität lag bei r = .97. Weiterhin trennt der ETAM zwischen gesunden Personen und Menschen mit MCI oder leichter Demenz, sowie zwischen Menschen mit leichter und mittelschwerer Demenz.
Schlussfolgerungen: Die Endversion des ETAM ist zeitökonomisch und zeigt gute psychometrische Kennwerte. Dies macht sie zu einem validen Instrument für Forschung und klinische Praxis.

08:36
„Barthel plus” - bedrohte Selbsthilfefähigkeiten erkennen, ehe (höherer) Pflegebedarf eintritt
S212-04 

S. Krupp; Lübeck

Fragestellung Der Barthel-Index ist das mit großem Abstand am häufigsten eingesetzte Instrument zur Beurteilung der Selbsthilfefähigkeiten; deren Erhalt ist das zentrale Ziel rehabilitativer Maßnahmen in der Geriatrie. In Verbindung mit der Einführung des Trainings gemäß dem „Lübecker Modell Bewegungswelten“ wurde ein Instrument benötigt, das Ärzte und Pflegepersonal unter möglichst wenig Mehraufwand in die Lage versetzen sollte, dafür geeignete Kandidaten zu erkennen. Der Barthel-Index schlägt jedoch erst bei Eintritt von Pflegebedarf an, während in der Prävention eine Skalierung benötigt wird, die auf der Ebene der Einzel-Items bereits signalisiert, wo die Selbsthilfefähigkeit gefährdet ist.
Methode Unter Rückgriff auf den amerikanischen Originaltext wurde die Langfassung des Hamburger Manuals zum Barthel-Index einem mehrstufigen Anpassungsprozess unterzogen und bei unveränderter Punktvergabe für jedes Item eine zusätzliche Bewertungsstufe formuliert. Die Abhängigkeit von Hilfsmitteln, deutlich erhöhte Anstrengung und Schmerzen beim selbstständigen Verrichten einer Handlung führen bei voller Punktzahl zur Einstufung als beeinträchtigt („b“). Unter engem Einbezug von in der Tagesklinik und ambulanten Rehabilitation tätigen Krankenschwestern und Altenpflegerinnen sowie Pflegepersonal in Senioreneinrichtungen wurden Interpretationslücken geschlossen und die Sprache leicht vereinfacht.
Ergebnisse Zum Zeitpunkt der Einreichung liegt von 93 der geplanten 216 Studienteilnehmer zur Evaluation der Effekte des Trainings gemäß dem „Lübecker Modell Bewegungswelten“ der „Barthel plus“ vor. Der Anteil bei der Ausübung der Tätigkeit beeinträchtigter Probanden an der Gesamtzahl derjenigen, die bei einem bestimmten Item die volle Punktzahl erreichten, lag zwischen 8,0% (7 beeinträchtigte Teilnehmer von 88 mit voller Punktzahl für das Item „Essen“) und 92,3% (24 von 26 mit voller Punktzahl für „Baden/Duschen“).
Schlussfolgerung Beeinträchtigungen, die die Selbsthilfefähigkeit geriatrischer Personen mittelfristig gefährden, können durch Einführung einer weiteren Skalenstufe unter Wahrung des Scores demaskiert und einer Intervention zugeführt werden, um wenn möglich den Eintritt bzw. die Zunahme der Abhängigkeit von Fremdhilfe noch rechtzeitig zu verhindern.

08:48
Messung der Handkraft beider Hände als Verlaufsparameter in der Geriatrischen Rehabilitation
S212-05 

C. Renner; Bad Harzburg

Fragestellung Die Messung der Handkraft gehört zum Basisassessment in der Geriatrie. Eine verringerte maximale Handkraft gilt als Risikofaktor z.B. für den Verlust an Selbstständigkeit oder eine erhöhte Gebrechlichkeit. In der Literatur wird empfohlen, die Handkraft der dominanten Hand zu messen. Diese ist häufig die kräftigere Hand. Der bevorzugte Einsatz der dominanten Hand kann sich auch kurzfristig ändern z. B. durch Schmerzen. Außerdem werden für die Aktivitäten des täglichen Lebens beide Hände benötigt. Ziel dieser Pilotstudie war es, bei Patienten in der stationären Geriatrischen Rehabilitation die maximale Handkraft in beiden Händen zu messen und mit der Selbstständigkeit zu korrelieren.
Methode Während der stationären Geriatrischen Rehabilitation wurde bei 95 Patienten in sitzender Position zur Aufnahme und Entlassung mittels eines Dynamometers die maximale Handkraft sowohl der rechten als auch der linken Hand ermittelt und dann ein Summenscore aus beiden Seiten gebildet. Zusätzlich wurden u. a. der Barthel Index, der Frailty Index nach SOF und der Mobilitätstest nach Tinetti erfasst.
Ergebnisse Bei 60 (57%) der Patienten war die dominante Hand die kräftigere. Es zeigte sich eine signifikante Verbesserung aller erhobenen Parameter zur Zeit der Entlassung im Vergleich zur Aufnahme. Der Summenscore der Handkraft korrelierte zwar gering dennoch stärker mit dem Barthel Index (Spearman-Rho-Koeffizient von 0,24) als die Handkraft der dominanten Hand alleine (Spearman-Rho-Koeffizient von 0,19). Eine Korrelation der Handkraft mit dem Mobilitätsindex oder Frailty Index wurde nicht beobachtet.
Schlussfolgerung Die Ergebnisse zeigen, dass in diesem Patientenkollektiv die Verbesserung des Summenscores der Handkraft mit dem Barthel Index korreliert. Die Messung der maximalen Handkraft beider Hände zur Erfassung eines Summenscores eignet sich zur Quantifizierung der Funktionserholung im Verlauf der Rehabilitation, aber lässt keine Rückschlüsse auf die Mobilität oder Gebrechlichkeit zu.

09:00
Deutschsprachige Validierung der ”Severe Mini Mental State Examination” - Diagnostik für schwer demente Menschen
S212-06 

S. Strotzka; Wien/A

Fragestellung Die „Severe Mini Mental State Examination“ (SMMSE) ist ein Verfahren für die Diagnose schwer dementer Menschen und wurde im Gerontopsychiatrischen Zentrum (GPZ) der Psychosozialen Dienste Wien für den deutschen Sprachraum übersetzt. Der SMMSE-Test wird im GPZ gemeinsam mit der „Mini Mental State Examination“ angewandt. Bei der Validierung sollte untersucht werden, ob sich der Test bewährt und ob es eine hohe Übereinstimmung zwischen den beiden Verfahren gibt.
Methode Im Gerontopsychiatrischen Zentrum des PSD Wien wurden 252 testpsychologische SMMSE-Abklärungen bei schwer dementen Patientinnen und Patienten durchgeführt. Zusätzlich wurde die „Mini Mental State Examination“ vorgegeben.
Ergebnisse Die 252 testpsychologisch abgeklärten schwer dementen Personen (71% Frauen, 29% Männer; durchschnittliches Alter: 80 Jahre) erreichten im SMMSE im Schnitt 20,8 von 30 möglichen Punkten. Der durchschnittliche MMSE-Wert liegt bei 8,5 Punkten. Die Spearman-Korrelation zwischen MMSE und SMMSE-Ergebnissen beträgt r = 0,84. Somit liegt ein hoher Zusammenhang zwischen MMSE und SMMSE vor, der als hochsignifikant anzusehen ist.
Diskussion Die „Severe Mini Mental State Examination“ bewährt sich in der Arbeit des Gerontopsychiatrischen Zentrums des PSD Wien außerordentlich gut. Der Test dauert etwa fünf Minuten und das Punktemaximum beträgt 30 Punkte, eine Skala, die vielen Klinikerinnen und Klinikern von der „Mini Mental State Examination“ bereits vertraut ist. Durch die einfacheren Aufgaben gibt es für die Patientinnen und Patienten mehr Erfolgserlebnisse und der SMMSE-Test differenziert im schweren Demenzbereich viel besser als der MMSE-Test. Es konnte eine hohe Übereinstimmung zwischen SMMSE-Test und MMSE-Test festgestellt werden.

Harrell LE, Marson D, Chatterjee A & Parrish JA (2000) The Severe Mini-Mental State Examination: a new neuropsychologic instrument for bedside assessment of severly impaired patients with Alzheimer disease. Alzheimer Disease and Associated Disorders, 14 (3):168-175
Strotzka S, Sepandj A. & Psota G (2005) Severe Mini Mental State Examination – Neuropsychologie für schwer demente Menschen. Psychopraxis, 6/2005:10-15

09:12
Kognitives Screening - ist die MMSE noch zeitgemäß?
S212-07 

D. K. Wolter; Aabenraa/DK

Hintergrund: Die Mini-Mental-Status-Examination (MMSE) wurde 1975 vorgestellt und war damals einzigartig. Der Wissenszuwachs in der Neuropsychologie und das differenzierte Verständnis der Demenzerkrankungen haben dazu geführt, dass heute eine kaum mehr zu überblickende Vielzahl von kognitiven Assessment-Instrumenten existiert.
Methodik: Vergleich etablierter und neu entwickelter Screening-Instrumente.
Ergebnisse: Die MMSE weist eine hohe Korrelation mit der Globaleinschätzung der kognitiven Leistungsfähigkeit auf, wie sie mit umfassenden Assessment-Instrumenten erhoben wird. Ein wesentliches Argument für die MMSE ist der universelle Bekanntheitsgrad. Die Aussagekraft der MMSE wird durch die Kombination mit dem Uhrzeichentest erheblich verbessert. Für die Aussagekraft und Vergleichbarkeit sind die exakte Testdurchführung und -auswertung entscheidend. Für den klinischen Nutzen ist es entscheidend, dass Klarheit darüber besteht, wie bei auffälligen Screeningergebnissen weiter vorzugehen ist und welche Instrumente bei speziellen Fragestellungen anzuwenden sind.
Wenn die MMSE dementsprechend richtig angewandt wird, schneidet er nur marginal schlechter ab als die neu entwickelten Instrumente auf der Ebene eines 10-Minuten-Screening-Tests.
Einen wichtigen Fortschritt stellt die RUDAS (Rowland Universal Dementia Assessment Scale) dar, weil sie deutlich weniger sprach- und kulturgebunden ist; die Skalierung mit maximal 30 Punkten entspricht der MMET
Schlussfolgerung: Richtig angewandt, hat die MMSE nach wie vor einen hohen Stellenwert in der Altersmedizin. Angesichts von geografischer Mobilität und Migration ist es jedoch wichtig, künftig über Screeninginstrumente zu verfügen, die weniger sprach- und kulturungebunden sind; hier stellt die RUDAS einen wichtigen Fortschritt dar.

Diskutantin: C. Pintelon, Luzern/CH

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